Das Haus in der Detskaja uliza 3

Zum Schicksal deutscher Facharbeiter in Stalins Sowjetunion – begraben im Wald von Lewaschowo

  • Von Anja Schindler
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Erinnerungstafel für deutsche Stalin-Opfer auf dem Gedenkfriedhof in Lewaschowo

»Lieber Genosse Shdanow!« - So beginnt ein offener Brief in der Leningrader deutschsprachigen »Roten Zeitung« vom 24. September 1935. Gerichtet ist er an den Gebiets- und Stadtsekretär der Leningrader Parteiorganisation. Verfasser dieses Schreibens sind elf ausländische Facharbeiter, die seit 1930 als Spezialisten im Werk »Elektroapparat« arbeiten, dem damals einzigen Betrieb für die Produktion von Hochspannungsapparaturen in der gesamten Sowjetunion. Er litt nicht nur unter Maschinen- und Materialmangel, sondern es fehlten vor allem ausgebildete Arbeitskräfte. Mit dem Einsatz von ausländischen Facharbeitern konnte die Produktion jedoch innerhalb kürzester Zeit um ein Vielfaches gesteigert werden konnte.

Ehrlichen Herzens

Stolz berichten diese elf Männer aus Deutschland und Österreich in ihrem Brief an Andrej A. Shdanow über die zurückliegenden fünf Jahre: »Wenn wir heute vor uns selbst Rechenschaft ? ablegen, so können wir ehrlich...


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