Erfurt ist nicht Gera

Die Debatte über den gefundenen Programmkompromiss bewegte sich am Freitag auf einem schmalen Grat

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Beinahe auf den Tag genau 120 Jahre lag am Freitag der Erfurter Parteitag der SPD zurück. Damit hatte die LINKE einen historischen Orientierungspunkt. Doch das Ziel eines allgemeinen Konsens' aller Flügel lässt manche Delegierte im Namen von Erfurt mehr Konsequenz wünschen.

Ein Hauch von Occupy in Erfurts Messehalle während der Rede der Vorsitzenden

Erfurt 2011 ist nicht Erfurt 1891. Doch schon Wochen vor dem für die Linkspartei entscheidenden Programmparteitag hatten gezielte Vergleiche mit dem historischen Parteitag der SPD Erwartungen geschürt. Auch die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch beschwor am Freitag in ihrer Rede historische Maßstäbe: »Wir haben uns hier in Erfurt zusammengefunden, um Geschichte zu schreiben«, rief sie den knapp 600 Delegierten in der Erfurter Messehalle am Freitag zu.

In einer szenischen Lesung, inszeniert auch für die Medien, die am Freitag noch nicht recht an das Ende der monatelangen Auseinandersetzungen glauben wollten, trugen prominente Mitglieder das Programm von 1891 vor. Eine Geste auch der internen Versöhnung, zitierte doch Bodo Ramelow ausgerechnet die Passage, in der der Glaube zur Privatsache erklärt wird, und Dietmar Bartsch, Vizefraktionschef im Bundestag, war für die Passage zum Feminismus zuständig. Ersterer hatte kurz vor dem Partei...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 732 Wörter (5112 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.