Hilflose Kosmetik

Die Ausstellung »Route der Migration« offenbart viel Nachholbedarf

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Berlin ist eine Einwandererstadt. Auf diesen so banalen wie wegen seiner Konsequenzen heftig umstrittenen Umstand macht das Projekt »Route der Migration« aufmerksam. An vier Knotenpunkten der Migrationsgeschichte sind rote Container aufgebaut. Sie befinden sich auf dem Kreuzberger Oranienplatz, am Waterloo-Ufer zwischen Halleschem Tor und Amerika Gedenkbibliothek, auf dem Gelände des früheren Tempelhofer Flughafens sowie am Ostbahnhof.

Auf dem Oranienplatz - benannt nach der südfranzösischen Region Orange - geht es um Türken und um Hugenotten, am Halleschen Tor um Flüchtlinge aus dem Bürgerkrieg in Jugoslawien. Der Container am Tempelhofer Feld soll an Zwangsarbeiterlager im 2. Weltkrieg und die Ankunft koreanischer und türkischer Arbeitsmigranten nach dem Mauerbau erinnern. Und am Ostbahnhof, dem alten Schlesischen Bahnhof, wird der Routen nach und von Moskau aus gedacht.

Konzipiert hat das Projekt das Büro MILK. Dafür Sorge ge...


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