Nach Kompromissen zurück zum Original

Fraktionschef der LINKEN Udo Wolf will gegen das drohende Rollback rot-roter Erfolge eine neue Oppositionspolitik setzen

Udo Wolf ist der alte und auch der neue Vorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus. Der 49-jährige Politologe leitet die Fraktion seit Oktober 2009. Er wurde am Dienstag wiedergewählt.

ND: Als Fraktionschef sind Sie erstmals in der Opposition - was ist anders?
Wolf: Man fühlt sich freier, weil man keine Rücksichten mehr auf den Koalitionspartner nehmen muss. Zugleich ist man sehr verärgert, wenn man sich die Koalitionsverhandlung anguckt. Erst mit den Grünen. Das hätten wir besser gemacht. Und wenn man sieht, zu welchen Verabredungen die SPD mit der CDU bereit ist, ist man richtig sauer, dass man nicht die Chance zum Weiterregieren hat.

Wäre die LINKE also deutlich kämpferischer, als es allgemein angenommen worden ist?
Das ist eines unserer großen Probleme gewesen. Wir haben an vielen Punkten durchaus öffentlich den Streit mit dem Koalitionspartner geführt. Aber die Wählerinnen und Wähler haben das offensichtlich nicht so wahrgenommen, wie wir geglaubt haben. Natürlich haben wir darüber nachgedacht, wie wir auch unsere Konflikte besser vermitteln können. Ich glaube aber, dass es dabei für einen kleineren Partner Gre...


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