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Die Armut ist geblieben

Argentinien setzte 2002 einen Schuldenschnitt gegen seine Gläubiger durch - die sozialen Probleme wurden nicht gelöst

  • Von Jürgen Vogt, Buenos Aires
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Die griechische Tragödie von Finanzkrise, Staatsverschuldung und Gürtel-enger-Schnallen wurde in Argentinien schon vor zehn Jahren aufgeführt. 2002 verkündete das Land schließlich den Staatsbankrott. Kann dies ein Vorbild für Griechenland sein?

In den Jahren der Militärdiktatur von 1976 bis 1983 stieg die argentinische Auslandsverschuldung von 8,3 Milliarden auf 45 Milliarden Dollar. 1999 hatte die Verschuldung über 120 Milliarden Dollar erreicht. Auf dem Höhepunkt der schlimmsten Wirtschaftskrise in der Geschichte des Landes wurde die Regierung des Präsidenten Fernando de la Rúa im Dezember 2001 aus dem Amt gejagt. 2002 bekamen die Argentinier die Folgen voll zu spüren. Im Januar erklärte der neu eingesetzte Präsident Eduardo Duhalde das Land für zahlungsunfähig, stellte den Schuldendienst ein und koppelte den Peso vom Dollar ab. Vom festen 1:1-Wechselkurs der Menem-Ära rutschte die argentinische Währung im freien Fall auf zwischenzeitlich 1:4 zum Dollar ab und pegelte sich dann bei 1:3 ein (aktuell zahlt man 3,80 Peso für einen Dollar). Damals schrumpfte die Wirtschaft um dramatische elf Prozent. Einige Branchen wie das Bauwesen brachen sogar um über 40 Prozent ein, den Han...


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