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Miriam Sachs: Kind im Schnee

Marginalien zum KLEIST-JAHR 2011

In der Nacht lese ich den Rest Penthesilea. Bis sie bei seiner Leiche steht, noch in meiner Küche, im Bett dann die letzten Seiten. Die Küche und das Bett, das sind die wärmsten Orte. Es gibt hier noch Kohleöfen, ab Oktober kann man das noch riechen, obwohl die Zeit der Öfen fast vorbei ist. Selbst ich habe Zentralheizung. Herbst und Winterluft, Kohleöfen, Asche, versehentlich verbrannte Mülltonnen. Irgendwann wird es nicht mehr in der Luft liegen. Mein Schlafzimmer ist winzig und kalt und lese bei Kerzenlicht. Küsse, Bisse, das reimt sich, sagt Penthesilea. Natürlich reimt es sich nicht, sie hat trotzdem recht. Wer immer dieser Kleist war, er kann kein echter Romantiker oder Klassike...


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