Helden wider Willen

Leander Haußmann wurde 1959 in Quedlinburg geboren. Sein Vater, der Schauspieler Edzard Haußmann, erhielt nach der Kritik an der Niederschlagung des Prager Frühlings durch sowjetische Truppen 1969 Berufsverbot. Leander Haußmann lernte Drucker und studierte Schauspiel. Nach der Wende machte er sich schnell einen Namen als Theaterregisseur. 1994 wurde er Direktor des Schauspielhauses Bochum. 1999 gab er sein Filmregiedebüt mit »Sonnenallee«. Sein neuer Film führt einen Kabarettisten, der vor Hitler fliehen muss, Ende der 1930er Jahre ins Moskauer »Hotel Lux«.

ND: Das »Hotel Lux« ist abgerissen worden. Konnten Sie es bei der Recherche noch besichtigen?
Haußmann: Nicht mal ein kleines Schild erinnert an die Geschichte der Kommunistischen Internationale. Als ich dort recherchieren wollte, bekamen wir Fotografier- und Filmverbot. Da Putin gerade ein Dekret verabschiedet hatte, das Ausländern, die die Errungenschaften der ruhmreichen Sowjetunion infrage stellen, Strafe androht, habe ich mich daran gehalten. So blieb uns zur Orientierung nur der Dokumentarfilm von Heinrich Breloer. Andererseits ist das Hotel auch nur eine Metapher für das System, klaustrophobisch und schön übersichtlich für den Zuschauer.

Die dortigen Ereignisse waren in der Geschichtsschreibung der DDR tabu, erstmals hat die sowjetische Zeitschrift »Sputnik« Ende der 80er darüber berichtet. Wann sind Sie auf das Thema gestoßen?
Erst durch die Anfrage von Produzent Günter Rohrbach, ob ich den Film machen wolle. Er hatte den Sto...

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