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Mus mit bitterem Beigeschmack

Satirische Kampagne gegen sächsische Extremismusklausel

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Seit einem Jahr wird in Sachsen um die Extremismusklausel gestritten. Die Regierung lässt Kritik bisher an sich abperlen. Deshalb versuchen es die Kritiker jetzt mit Satire - wenn auch mit süßer.

Karl Klausel, Erfinder des »Extremismus-Mus«, mit einem Werbeplakat für seinen Brotaufstrich

Auf den ersten Blick lässt das Werbeplakat das Wasser im Mund zusammenlaufen: Mit liebreizendem Lächeln preist eine rotgelockte Schönheit ein Glas voller Brotaufstrich. Bei genauerem Hinsehen indes lässt das Motiv im Stil der 1950er Jahre Zweifel aufkommen, ob der Inhalt des beworbenen Glases wirklich schmeckt. In diesem befindet sich, wie das Etikett mitteilt, nicht Konfitüre, sondern »Extremis-Mus«, und empfohlen wird dessen Genuss von einer Dame mit dem vielsagenden Namen »Miss Trauen«.

Spätestens beim Verweis auf den Hersteller wird klar, dass der Aufstrich kaum auf sächsischen Frühstückstischen zu finden sein wird: Das »Extremis-Mus« stammt angeblich von einer Firma »Klausel«. Der Name ist Hinweis darauf, dass es sich bei der vermeintlichen Werbekampagne um Satire handelt. Aufgespießt wird damit die Praxis des sächsischen Innenministeriums, das zivilgesellschaftlichen Initiativen und Vereinen im Gegenzug für die Gewährung staat...


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