Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Lötzsch wagt Alleingang

Parteichefin kündigt erneute Kandidatur an / Gysi bleibt einziger Linksfraktionschef

  • Von Uwe Kalbe
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Gesine Lötzsch hat angekündigt, auch für den nächsten Parteivorstand der LINKEN als Vorsitzende zu kandidieren. Damit ist die Personaldebatte bereits kurz nach dem Parteitag in Erfurt wohl unwiderruflich eröffnet. Weitere Nahrung erhält diese durch eine Entscheidung der Bundestagsfraktion gegen die Doppelspitze. Sahra Wagenknecht wird damit keine Ko-Vorsitzende neben Gregor Gysi.

Am Dienstag kündigte Gesine Lötzsch an, sie wolle sich auf dem nächsten Parteitag erneut für den Vorsitz bewerben. Zuvor waren von ostdeutschen Politikern Zweifel geäußert geworden, dass eine Entscheidung über das Führungspersonal sich so lange werde hinauszögern lassen. Lötzschs Ko-Vorsitzender Klaus Ernst hält seine eigene Entscheidung hingegen offen. »Ich respektiere die Entscheidung von Gesine Lötzsch«, zitiert ihn die »Süddeutsche Zeitung«. Er selbst werde sich, wie angekündigt, zu gegebener Zeit äußern. Lötzsch, die sich wie Ernst seit Monaten Angriffen auch aus den eigenen Reihen erwehren muss, ist damit in die Offensive gegangen. Nach nd-Informationen hatte Lötzsch ihren Schritt weder mit Ernst noch mit Fraktionschef Gregor Gysi abgestimmt. Letzterer hatte auf dem Parteitag in Erfurt verlangt, dass Doppelspitzen aus zwei »Zentristen« oder je einem Vertreter der beiden Pole in der Partei zusammengesetzt sein sollten. Offenbar hä...

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.