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Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

IG BCE bereitet Tarifrunde für Papierindustrie vor

Die Industriegwerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) fordert für die rund 40 000 Beschäftigten der Papierindustrie eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent. Das teilte die Gewerkschaft mit. Verhandlungsauftakt ist am 7. November in Darmstadt. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Für die Auszubildenden fordert die IG BCE eine Erhöhung der Vergütungen um ebenfalls sechs Prozent.

Verhandlungsführer Holger Nieden erwartet »eine schwierige Runde. Wir brauchen Bewegung in den Betrieben. Ohne hohes Engagement vor Ort wird es nicht gelingen, einen vernünftigen Abschluss zu erzielen.«

Die wirtschaftliche Lage in der Papierindustrie sei uneinheitlich. Einigen Unternehmen gehe es sehr gut, andere kämpften um die nackte Existenz, sagte IG BCE-Sprecher Michael Denecken gegenüber ND. Die IG BCE betreut nach eigenen Angaben in der Papierindustrie über 220 Betriebe, die meisten davon mittelständische Unternehmen mit 100 bis 500 Beschäftigten. Die hiesige Papierindustrie hatte in den letzten Jahren einen Umsatz von 16 Milliarden Euro und eine Produktion von 23 Milliarden Tonnen im Jahr.

Es führe in eine Sackgasse, nur auf eine Verringerung der Personalkosten zu setzen, hieß es in der Mitteilung der IG BCE weiter. Das Qualitätsniveau sei nur mit motivierten Beschäftigten zu halten. »Also gilt: Gutes Geld für gute Arbeit - jetzt sind wir dran«, sagte Holger Nieden.

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