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K-Frage

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Kolumne: K-Frage

Die vielen bekannte Partei SPD hat ein Problem weniger, nämlich die sogenannte K-Frage. Diese wird von Journalisten so genannt, damit die Leser das Gefühl haben, zu den Bescheidwissern zu gehören, weil sie ja verstehen, was es mit der K-Frage auf sich hat, nämlich, ob man jemanden bei der nächsten Wahl als Kanzlerkandidaten losschickt und wenn ja, wen.

Bei der CDU ist diese Frage schon entschieden, weil Angela Merkel Kanzlerin ist und deshalb über genügend Einfluss verfügt, den Kandidaten festzulegen, nämlich sich. Das ist ein Zeichen von Stabilität und Verlässlichkeit, was zwar nicht immer gewünscht ist, aber in Zeiten der Krise schon. Es ist daher zu erwarten, dass bis zur nächsten Wahl die Krise mitsamt der zugehörigen Rettung institutionalisiert wird.

Die SPD muss beim Ausrufen von Kanzlerkandidaten auf Alt-Bundeskanzler zurückgreifen, und da ein von Gerhard Schröder nominierter Kandidat auch gleich in die FDP gehen könnte, obliegt diese Aufgabe Helmut Schmidt. Es ist zu erwarten, dass der von ihm berufene Peer Steinbrück auf seinen Wahlplakaten nicht sich selbst abbildet, sondern Helmut Schmidt, versehen mit der Sprechblase: »Wählen Sie Peer Steinbrück!«

Sigmar Gabriel wäre zweifellos ein ebenso aussichtsreicher Kandidat, weil er so aussieht, als hätte man sich schon an ihn gewöhnt. Bei Steinmeier glaubt man, Schröder zu hören, wenn man die Augen schließt, und wer muss das nicht, wenn Steinmeier redet. Sie hätten aber nur eine Chance, wenn sie von Peer Steinbrück ausgerufen würden.

Es zeigt sich, wie vorausschauend Angela Merkel war, als sie das Amt des Bundespräsidenten mit Christian Wulff besetzte, denn von ihm ist nicht zu erwarten, dass er Neuwahlen ansetzt, nur weil den Leuten danach ist. Die Wahlen zum Bundestag sind erst in zwei Jahren, das ist erfahrungsgemäß doppelt so viel, wie die SPD benötigt, um ihren Spitzenkandidaten zu demontieren.

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