»Wir müssen Drogenkonsum akzeptieren«

Frank Tempel (LINKE) über Legalisierungspläne seiner Partei und die Hilflosigkeit der Repression

Frank Tempel ist drogenpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag. Für »neues deutschland« sprach Fabian Lambeck mit ihm über den Beschluss der LINKEN, die Legalisierung beziehungsweise die kontrollierte Abgabe harter Drogen in ihr Grundsatzprogramm aufzunehmen.

Hilfe für Drogensüchtige in der Bonner Heroinambulanz.

ND: Die LINKE fordert die Freigabe aller Drogen. Ist das nicht gefährlich?
Freigabe ist nicht korrekt. Es geht um eine Entkriminalisierung des Drogenkonsums und des entsprechenden Besitzes. Und das ist etwas anderes als die freie Verfügbarkeit.

ND: Wo liegt der Unterschied?
Der Dealer auf der Straße soll nicht legalisiert werden, sondern verschwinden. Aber Konsumenten sollen als Konsumenten behandelt werden und bei Bedarf Hilfestellung als Menschen finden, ohne sich selbst als Kriminelle outen zu müssen. Und wir wollen generell einen Umstieg von einer Drogenpolitik, die dominant auf Repression setzt. Wir wollen eine Drogenpolitik, die am Menschen orientiert ist - also progressiv und akzeptierend.

Was heißt akzeptierend?
Akzeptierend heißt, dass wir dieses Phänomen Drogenkonsum in unserer Gesellschaft nun einmal akzeptieren müssen. Wir haben legale und wir haben illegale Drogen.

Ich als Kriminalbeamter habe ja im Bereich der Repr...



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