Eine neue Avantgarde

Beim Festival des arabischen Films werden verschiedene Frauenbilder analysiert

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Frauen in Führungspositionen verändern eine Gesellschaft nicht automatisch zum Besseren. Oft passen sie sich einfach den patriarchalen Machtstrukturen an, wie das Beispiel der hiesigen Bundeskanzlerin hinlänglich belegt. Feministinnen in Führungspositionen können allerdings einiges bewegen. Dies legt zumindest die hinreißende Geschlechterkomödie »Number One« der marokkanischen Regisseurin Zakia Tahiri nahe, die die Programmreihe Fokus 11 des Festivals des arabischen Films eröffnete.

Hier bringt Madame Morel, eine französische Textilfabrikantin, mit ihren emanzipatorischen Grundsätzen Aziz, den Geschäftsführer einer marokkanischen Schneiderfirma, der sie für einen Großauftrag gewinnen will, derart durcheinander, dass er sich vom stieseligen Macho in einen sensiblen Mann verwandelt. Parallel muss ihn jedoch seine zunächst in der tradierten Rolle als Putzfrau, Köchin und Mutter gefangene Ehefrau Soraya mit der Verwünschung einer Magie...


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