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Fatale Poesie

Skulpturen, Zeichnungen, Malerei von Erika Stürmer-Alex in der Galerie Pankow

  • Von Klaus Hammer
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
»Bildnis eines jungen Mannes«

Sie formt, malt, zeichnet und collagiert Dinge, die so gewöhnlich sind, dass sie aus einer Bilderfibel stammen könnten: Nase, Zungen, Büsten, Kleidungsstücke, Schmetterlinge, Pflanzen, Krebse, Hasen und vieles andere mehr. Und doch vermag sie ihnen eine - mitunter fatale - Poesie zu verleihen, die unvorstellbar ist ohne die Banalität, mit der oder durch die sie ihre Wirkung entfalten. Wenn ihre Arbeiten stilistisch nicht diesen reporterhaften Anstrich, diese Verleugnung des Fantastischen zeigen würden, sie wären wohl nicht so beredt. Und wenn ihre Kunst sich nur auf die Schockwirkung beschränkt hätte, sie wäre so kurzlebig wie andere surrealistische Eintagsfliegen gewesen. Das Anliegen von Erika Stürmer-Alex, dieser originellen, experimentierfreudigen Einzelgängerin, ist tiefer verborgen. Die Sprache selbst ist es, die in Skulpturen, Bilder und Zeichnungen umgesetzt werden soll.

Betrachten wir das »Bildnis eines jungen Mannes« (2011...


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