Reine Kopfsache

Rudi Kargus – nachdenklicher Torwart, expressiver Maler

Rudi Kargus ist als »Elfmeter-Töter« in die Fußballgeschichte eingegangen. Beim Hamburger SV wurde der 1952 in Worms Geborene in den 1970er Jahren zu einer Legende: nur 47 von 76 Strafstößen gingen ins Netz - bis heute Bundesliga-Rekord. Als Nummer zwei hinter Sepp Maier absolvierte er drei Länderspiele. Seit 1996 malt er und nimmt an nationalen und internationalen Ausstellungen teil. Volker Stahl traf ihn in Hamburg.

Kargus heute

ND: Herr Kargus, was ist das: ein Torwart?
Kargus: Er hat eine exponierte Stellung. Und einen Job, der zum Einzelkämpfertum und zur Beschäftigung mit sich selbst verleitet. In einer Halbzeit hat man nur zwei Aktionen, ansonsten kann man nachdenken. Zum Anforderungsprofil eines Torwarts gehört vor allem mentale Stärke; körperlich sind die 90 Minuten weniger belastend. Zwischen den Pfosten lastet ein immenser Druck auf einem. Das Spiel wird zur Kopfsache.

1972 haben Sie als junger Profifußballer in einem Fragebogen als größten Wunsch die »bürgerliche Existenz« genannt. Heute sind Sie Künstler. Was ist schief gelaufen in Ihrem Leben?
Ich habe das damals ernst gemeint. Andererseits ist es legitim, seine Meinung zu ändern und andere Ansichten zu entwickeln.

Was würden Sie heute antworten?
Was den größten Wunsch betrifft? Ich bin Ende 50 und wünsche mir, gesund zu bleiben und - um den Bogen zur Malerei zu spannen - möglichst lange küns...


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