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Der Einzug ins Finale wäre toll

Elisabeth Pähtz will ihren Titel bei der nd-Damenschachgala gegen die Konkurrenz aus den USA und der Ukraine nicht kampflos abgeben

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Wird sie den »Quattrick« schaffen? ELISABETH PÄHTZ, gerade von der Mannschafts-EM in Griechenland zurückgekehrt, kann am 25. November zum vierten Mal das Schnellturnier der nd-Damenschachgala gewinnen. Mit RENE GRALLA sprach die 26-jährige Frontfrau des deutschen Schachs über ihre Chancen und die Stärken der Konkurrenz.

ND: Frau Pähtz, ist ihr vierter Titel bei der 6. nd-Damenschachgala nur Formsache? Bei den bisherigen fünf Austragungen waren Sie schließlich meist außerordentlich erfolgreich.
Pähtz: Ich habe das Turnier zwar schon dreimal gewonnen, aber ich bin auch zweimal komplett eingebrochen. Deswegen ist es mein Minimalziel, in Berlin auf keinen Fall Letzte zu werden. Ansonsten wäre der Einzug ins Finale toll, zumal meine Hauptkonkurrentinnen Anna Satonskich und Maria Musitschuk zur Zeit einen sehr guten Lauf haben.

In der Weltrangliste liegen Sie knapp hinter der US-Amerikanerin und der Ukrainerin.
Die nd-Schachgala ist ein Schnellturnier, da spielen die Elo-Zahlen keine so große Rolle. Meine Chancen auf einen Finalplatz sind nicht schlecht, weil ich eine gute Schnellschachspielerin bin. Es wird stark auf meine Tagesform ankommen.

Die zweite Deutsche im Feld ist die amtierende nationale Meisterin Sarah Hoolt. Der
Papierform nach ist sie allerdings die schwächste Teilnehmerin des hochkarätigen Turnierfeldes. Wird sie wirklich nur eine Punktelieferantin sein?

Sarah ist eine sehr aggressive Spielerin. Gelingt es ihr, gute Stellungen auf das Brett zu bringen, kann Sarah jeden schlagen.

Zusammen mit Hoolt haben Sie für Deutschland bei der gestern zu Ende gegangenen Mannschafts-EM im griechischen Porto Carras gespielt. Ihr Team konnte zwar keine Medaille holen, hat aber im oberen Mittelfeld mitgemischt. Kritiker meinen, in das deutsche Frauenschach werde viel Geld reingesteckt, ohne dass etwas Signifikantes dabei rauskomme. Was entgegnen Sie denen?
Wie sollen wir denn besser werden, wenn uns Frauen pro Jahr nur ein einziger Lehrgang angeboten wird? Die Männer, die zum nationalen Schachkader gehören, kriegen einen zweiten Trainer, während wir mit einem auskommen müssen, der - obwohl er manche gute Idee haben mag - leider nicht auf dem neuesten Stand ist, was den extrem wichtigen, weil oft spielentscheidenden Sektor der Partieeröffnungen angeht.

Im Dezember reisen Sie nach Peking, um bei den World Mind Games anzutreten. Neben Schach gibt es dort noch Wettbewerbe im chinesischen Schach XiangQi sowie in Go, Bridge und Draughts, einer im angelsächsischen Kulturkreis beliebten Version des Damespiels. Was halten Sie von dieser Mischung?
Schon 2008 habe ich an den Mind Games teilgenommen, und die Organisation und Atmosphäre in China sind damals einfach super gewesen. Zuvor hatte ich mir nicht vorstellen können, dass Go, XiangQi oder Draughts genauso spannende und komplexe Spiele sind wie Schach. Die Veranstaltung ist eine gute Werbung für den Denksport.

XiangQi wird auch vom deutschen Großmeister Robert Hübner geschätzt, der zeitweilig sogar zu den Top Drei der Weltspitze gehörte. Werden Sie in Peking mal ein Testspiel wagen?
Robert Hübner hat tatsächlich mal versucht, uns dieses Spiel nahe zu bringen. Aber XiangQi ist völlig anders als das bei uns bekannte Schach, und unser Vorwissen bringt im chinesischen Gegenstück nicht viel. Draughts interessiert mich da schon mehr, weil ich da zumindest einige Dinge nachvollziehen kann.

Siehe Termin: 6. ND-Damenschachgala

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