Ackermann macht sich vom Acker

Deutsche-Bank-Chef wechselt offenbar wegen interner Querelen nicht in den Aufsichtsrat

  • Von Kurt Stenger
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Josef Ackermann ist offenbar bei Großaktionären in Ungnade gefallen. Aus dem geplanten Wechsel in den Aufsichtsrat wird nichts.

Die Ära Ackermann bei der Deutschen Bank geht im kommenden Jahr zu Ende. Ursprünglich wollte der scheidende Vorstandschef nach der Hauptversammlung im Mai 2012 direkt an die Spitze des Aufsichtsrates wechseln. Doch dies ist ad acta gelegt. Überraschend teilte die Großbank am Montagabend mit, Ackermann könne sich nicht angemessen auf den Wechsel in das Kontrollgremium vorbereiten, denn »die extrem herausfordernden Verhältnisse auf den internationalen Finanzmärkten und im politisch-regulatorischen Umfeld« verlangten seine »volle Aufmerksamkeit« als Vorsitzender des Vorstands der Bank.

Diese Begründung wird von Beobachtern indes als vorgeschoben angesehen. Der direkte Wechsel in den Aufsichtsrat war von Anfang an umstritten. Schließlich stellt dieser einen Verstoß gegen die Grundsätze des »Corp...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.