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Außenseiterin

María Corina Machado / Die neoliberale Politikerin will Präsidentin Venezuelas werden

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In Venezuela stehen die Zeichen mal wieder auf Wahlkampf. Zwar findet die kommende Präsidentschaftswahl erst im Oktober 2012 statt, doch schon jetzt wird eifrig darüber diskutiert, wer eine dritte Amtszeit von Hugo Chávez verhindern könnte. Die im »Tisch der Demokratischen Einheit« (MUD) zusammengeschlossenen Oppositionsparteien wollen mit einer gemeinsamen Kandidatur gegen den gesundheitlich angeschlagenen, aber fest im Sattel sitzenden Amtsinhaber antreten, der in Umfragen konstant über 50 Prozent liegt.

Als Außenseiterin gilt bisher María Corina Machado, die einzige Frau im Rennen. Am Wochenende machte die 44-jährige Wirtschaftsingenieurin Schlagzeilen der unerfreulichen Art. Im traditionell mehrheitlich linken Stadtviertel 23 de Enero wurde ihr Fahrzeug vor laufender Kamera von einem Motorrad aus beschossen. Machado, die nach eigenen Angaben ein Softballfeld eröffnet hatte, blieb dabei unverletzt. Eine ihrer Begleiterinnen soll hingegen von einer Kugel gestreift worden sein.

Die Neoliberale Machado gehört seit Anfang des Jahres als Unabhängige der venezolanischen Nationalversammlung an. Zuvor war sie Präsidentin der Nichtregierungsorganisation Súmate, die sie im Jahr 2002 mitgründete. Die mit US-Geldern aufgebaute Organisation ist in Venezuela hoch umstritten und wird von chavistischer Seite aus regelmäßig bezichtigt, Verschwörungen gegen die Regierung zu planen.

Obwohl die Umstände und Hintergründe der Tat bisher völlig ungeklärt sind, nutzte Machado den Vorfall umgehend für verbale Angriffe auf die Regierung. Diese unternehme nichts gegen »kriminelle Banden«, die ganze Stadtviertel kontrollierten. »Wir werden in das 23 de Enero zurückkehren«, kündigte Machado an. Den Wahlkampf wolle sie nun noch »kraftvoller« weiterführen.

Am 12. Februar sind interne Vorwahlen des MUD geplant. Bisher lag Machado aussichtslos hinter dem Gouverneur des zentral gelegenen Küstenstaates Miranda, Henrique Capriles Radonski, und dem Gouverneur des westlichen Bundesstaats Zulia, Pablo Pérez, zurück. Schlagzeilen können da nicht schaden.

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