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Tausende Stahlarbeiter im Warnstreik

Dritte Verhandlungsrunde am Montag

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Düsseldorf (dpa/nd). Im Tarifkonflikt der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben sich nach Angaben der IG Metall bis zum Mittwoch rund 17 500 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Die Verhandlungen sollen am kommenden Montag in der dritten Runde in Düsseldorf fortgesetzt werden. Der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard warnte vor einer Zuspitzung des Konflikts. Die Arbeitgeber müssten nun ein »verhandlungsfähiges« Angebot vorlegen, sagte Burkhard im Vorfeld der Gespräche. Ein Sprecher des Arbeitgeberverbands Stahl schloss auf Anfrage eine erste Offerte bei der bevorstehenden Verhandlungsrunde nicht aus.

Die IG Metall fordert für die rund 75 000 Beschäftigten in NRW, Niedersachsen und Bremen sieben Prozent mehr Lohn und die Übernahme aller Auszubildenden. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. An den seit Mitte voriger Woche andauernden Warnstreiks hatten sich Beschäftigte in mehr als 50 Betrieben beteiligt, darunter in Bremen und Salzgitter und am größten deutschen Stahlstandort in Duisburg.

Der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes, Bernhard Strippelmann, zeigte Unverständnis für die Forderungen und die Warnstreiks: »Für mich stehen Streiks am Ende von Verhandlungen und nicht am Anfang.« Burkhard jedoch forderte die Arbeitgeber auf, sich zu bewegen. »Was wir wollen, ist nur fair und finanzierbar. Der Ball liegt nun bei den Arbeitgebern«, sagte er. Die hohe Beteiligung an den Warnstreiks habe gezeigt, dass die Gewerkschaft bei einer Zuspitzung des Tarifkonflikts bestens aufgestellt wäre.

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