Mit Mördern gegen Streikende

Ölarbeiterstreik in Kasachstan angeblich beendet / Gewerkschaft gegen Arbeitskampf

  • Von Axel Eichholz, Moskau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Im Westen Kasachstans werden streikende Ölarbeiter Ziel von Morden und Vergewaltigungen. Die Ölarbeiter fordern höhere Löhne und die Nationalisierung der Betriebe. Damit provozieren sie nicht nur den kasachischen Staat, sondern auch China.

Von Streikversammlungen existieren meist nur anonyme Handyfotos.

Seit einem halben Jahr dauert ein Ölarbeiterstreik in West-Kasachstan an. Es ist der bisher größte und schärfste Arbeits- und Sozialkonflikt dieser Art seit dem Zerfall der Sowjetunion. Am 9. Mai waren die Arbeiter der Aktiengesellschaft Karaschanbasmunai in einen Hungerstreik getreten. Am 17. Mai schlug die Aktion in einen Massenstreik um. Anfang Juni nahmen 15 000 Arbeiter daran teil, auch von Firmen wie Osenmunaigas, Jersai Kaspian Kontraktor und Burgylau. Sie forderten nicht nur höhere Löhne für sich selbst, sondern auch für Angestellte des Staates. Die Forderung nach Renationalisierung der Betriebe und Einführung einer Arbeiterkontrolle färbte den Ausstand politisch.

Mancherorts kam es zu Zusammenstößen zwischen Streikenden und Polizei. Streikbrecher, bei denen es sich zum Teil um Polizisten in Zivil handelte, wurden mit Bussen herangeschafft. Nach Angaben des Streikkomitees stehen der chinesische CITIC-Konzern und der Besitz...

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