Spaniens Rechte herrscht absolut

Debakel der Sozialisten bei Parlamentswahl im Zeichen der Krise / Linke mit Stimmgewinnen

  • Von Ralf Streck, San Sebastian
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Bei den vorgezogenen spanischen Parlamentswahlen erlebten die Sozialisten ein Desaster. Die konservative Volkspartei dagegen erreichte die absolute Mehrheit. Doch der künftige Regierungschef Rajoy warnt vor übertriebenen Hoffnungen.

Schlimmer hätte das Debakel für die spanischen Sozialisten (PSOE) bei den Wahlen am Sonntag kaum ausgehen können. Nach sieben Jahren unter der Führung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero fuhr die PSOE das schlechteste Ergebnis seit dem Ende der Diktatur 1975 ein. Von fast 44 Prozent stürzte die PSOE auf unter 29 Prozent. Von 169 Sitzen bleiben ihr im Kongress nur noch 110. Der Wahlgewinner ist eindeutig der bisherige Oppositionsführer Mariano Rajoy. Der Chef der konservativen Volkspartei (PP) erreichte fast 45 Prozent und mit 186 Sitzen eine komfortable absolute Mehrheit. Die Wahlbeteiligung lag mit 71,7 Prozent knapp zwei Prozentpunkte unter der von 2008.

Dass etwas am Wahlsystem faul sein muss, zeigt sich schon an der Tatsache, dass die Konservativen mit nur einem Prozentpunkt mehr als damals die Sozialisten nun diese klare Mehrheit haben. Für die PSOE reichte es 2008 nur zu einer Minderheitsregierung. Deutlicher no...


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