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Kriegsopfer lange nach Kriegsende

In Kambodschas Hauptstadt tagt in dieser Woche die 11. Landminenkonferenz

  • Von Michael Lenz, Phnom Penh
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Am Sonntagabend eröffnete Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen in Phnom Penh die 11. Konferenz der Unterzeichnerstaaten des Ottawa-Abkommens über ein Verbot von Antipersonenminen. Kambodscha ist eines der am stärksten von Landminen betroffenen Länder der Welt.

Song Kosal, heute eines der Gesichter der weltweiten Kampagne gegen Landminen, war fünf Jahre alt, als ihr eine Mine auf dem Reisfeld das rechte Bein zerfetzte.

Ein einarmiger junger Mann bedient kraftvoll die Wasserpumpe. Am Grill brät ein beinamputierter Teenager das Mittagessen. Zwischen grob zusammengezimmerten Hütten und Haufen rostender Landminen spielen Jugendliche auf einem staubigen Platz Fußball. Mittendrin Touristen, die verlegen die Berge rostender Splitter-, Panzer- und Antipersonenminen fotografieren, ängstlich Karten über die verminten Regionen Kambodschas studieren, interessiert die steckbriefartigen Kurzbiografien junger Landminenopfer lesen. Willkommen im Landminenmuseum von Aki Ra, das gleichzeitig Zuhause und Ausbildungsprojekt für etwa 30 jugendliche Minenopfer ist.

Aki Ra: verführt, benutzt, verwirrt

Der Eintritt ist kostenlos wie auch die Führungen durch die Ausstellung. Ruhig und sachlich erklären junge Minenopfer die Funktionsweise verschiedener Sprengkörper. Einer sagt: »Das hier ist die berüchtigte amerikanische Spring-mine ›Bouncing Betty‹. Die wird durch ei...


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