Was bringt das neue Familienpflegegesetz?

Fragen & Antworten

Viele Menschen wollen pflegebedürftige Angehörige nicht ins Heim bringen, sondern zu Hause betreuen. Ein neues Gesetz für eine Familienpflegezeit macht es möglich, dafür künftig zwei Jahre lang weniger zu arbeiten.

Häusliche Pflege in Aktion

Der Bundestag hat am 20. Oktober 2011 das Gesetz für eine Pflegezeit für nahe Familienangehörige beschlossen. Nachfolgend Fragen und Antworten zu den Neuregelungen.

Wie viele Pflegebedürftige gibt es?
Derzeit erhalten 2,4 Millionen Menschen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Davon werden knapp 1,7 Millionen zu Hause von Angehörigen oder ambulanten Diensten betreut.

Wie war die häusliche Pflege bisher geregelt?
Wer Mutter oder Vater zu Hause pflegen will, kann sich als Arbeitnehmer schon jetzt bis zu einem halben Jahr aus dem Job ausklinken. In dieser Auszeit gibt es allerdings weder Lohn noch Gehalt. Diese Regelung besteht weiter. Tritt überraschend ein Pflegefall in der Familie ein, gibt es einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung an zehn Tagen. Das soll helfen, eine bedarfsgerechte Pflege für Angehörige zu organisieren. Das Angebot wird bislang eher zurückhaltend genutzt.

Was sieht das neue Gesetz vor?
Arbeitnehmer, di...



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