Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Ausfall als Hauptfach

Lehrermangel in Sachsen hat gravierende Folgen

  • Von Hendrik Lasch, Dresden
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Sachsens Schulen fallen viel mehr Stunden aus, als der Kultusminister einräumt. Davon ist die Opposition überzeugt. Dass Lehrer fehlen, sagt sogar ein CDU-Abgeordneter offen.

Der Winter ist nicht nur der ärgste Feind der Bahn, sondern offenbar auch der Schule. Schneechaos ist jedenfalls nach Ansicht von Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) ein Hauptgrund dafür, dass im vorigen Schuljahr 3,9 Prozent der Stunden an Sachsens Schulen ausfielen - 0,9 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Der zweite Grund war ein Lehrerstreik. Insgesamt ist die Lage aber, glaubt man Wöller, nicht beunruhigend.

Das bezweifeln viele Eltern, und Oppositionspolitiker halten Zahlen des Ministeriums für geschönt. »Die Statistik ist gefälscht«, sagt gar die Linksabgeordnete Cornelia Falken und zählt Fälle auf, die dort nicht auftauchen. Nicht als Ausfall wird es gewertet, wenn Viertklässler eine Woche lang in einer ersten Klasse sitzen müssen, weil ihr Lehrer krank ist; wenn Schüler ohne Betreuung Arbeitsblätter ausfüllen; wenn zwei Klassen gleichzeitig von nur einem Lehrer betreut werden; wenn Kinder im Englischunterricht von...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.