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Niedrigpreisige Ferndiagnose

Warum sich die ZDF-Sendung »Aspekte« in Jena entschuldigen muss

  • Von Velten Schäfer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Am 5. Dezember stellt sich das ZDF-Kulturmagazin in Jena seinen Kritikern. Die Universitätsstadt fühlt sich in einem Beitrag zum braunen Terror zu Unrecht an den Pranger gestellt. Inzwischen hat sich der Protagonist von dem Filmbericht distanziert.

Es ist heutzutage nicht leicht, ein Kulturmagazin zu »promoten«. Christhard Läpple, der neuerdings beim ZDF für »Aspekte« verantwortlich ist, probiert deshalb so allerhand aus. Gerade gab es eine Sendung mit Anke Engelke als Gastmoderatorin. Doch als noch öffentlichkeitswirksamer als die Comedy hat sich offenbar der Krawall erwiesen: Nach dem Beitrag über Thilo Sarrazins ersten Kreuzberg-Besuch im Sommer wurde am 18. November der Münchner Schriftsteller Steven Uhly erstmals in seinem Leben nach Jena verfrachtet. An den Bahnhof »Paradies«, weil sich da so tolle Wortspiele anbieten.

Uhly ist nämlich sichtlich nicht deutschstämmig, und für jemanden wie ihn, so der Fünf-Minuten-Film, ist Jena kein »Paradies«. Sondern, wie der Beitrag nahelegt, ein zu meidender Ort der Angst vor Rassismus und Gewalt - wie, auch das insinuiert der Film, der ganze Osten Deutschlands. Unterlegt ist das Ganze mit Musik wie aus dem Gespensterfilm. Und tiefer...


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