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Hilfsorganisationen verboten

Somalische Miliz verschärft Lage der Hungernden

Für Hunderttausende von Hungernden in dem Krisenland Somalia wird die Lage immer brisanter.

Addis Abeba/Mogadischu (dpa/ nd). Die radikalislamische Al-Schabaab-Miliz hat jetzt 16 internationalen Hilfsorganisationen verboten, weiter in den von ihr kontrollierten Gebieten im Süden und im Zentrum Somalias zu operieren. Die Extremisten warfen den Organisationen in einer Mitteilung unter anderem »illegale Aktivitäten und Fehlverhalten« vor. Zudem verbreiteten sie die »erniedrigenden Werte der Demokratie in einem islamischen Staat«. Auch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) darf demnach nicht mehr in der Region arbeiten, ebenso wie ein halbes Dutzend UN-Agenturen - darunter das Kinderhilfswerk UNICEF, das Flüchtlingskomitee UNHCR und die Weltgesundheitsorganisation. Bewaffnete Islamisten seien in Büros einiger Hilfsorganisationen eingedrungen und hätten Ausrüstung beschlagnahmt.

Das UNHCR zeigte sich am Dienstag »besorgt« über die Entscheidung der Miliz. »Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Süd- und Zentralsomalia eine schreckliche humanitäre Krise herrscht«, sagte Andrej Mahecic, ein Sprecher der Organisation. »Nach Dürre und Hunger machen jetzt ständige Kämpfe und schwere Regenfälle die ohnehin dramatische Situation noch schlimmer.«

Viele Menschen sind gerade im besonders schwer betroffenen Süden des Landes auf Hilfe angewiesen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind noch immer 250 000 Menschen in dem Bürgerkriegsland akut vom Hungertod bedroht.

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