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Abgrenzung von der Außenwelt ist Teil der Identität

Die Mennoniten in Bolivien dringen auf der Suche nach Abgeschiedenheit immer weiter in das Tiefland vor

  • Von Andreas Knudsen
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die evangelischen Mennoniten wollen unter sich bleiben. Dafür sind die Gläubigen durch die ganze Welt gewandert. In Bolivien müssen sich nun die Indigenen mit ihnen auseinandersetzen.

Mitten im tropischen Tiefland Boliviens glaubt man sich in ein anderes Land versetzt. Nach kilometerlanger Fahrt durch Trockenwald, der nur von kleinen Siedlungen und Äckern unterbrochen wird, tut sich plötzlich eine Landschaft von sorgfältig gepflügten, großen Feldern auf. Autos fahren in dieser Gegend ohnehin nur wenige, jetzt werden sie noch spärlicher und durch Pferdewagen mit Sonnendach abgelöst. Gelenkt werden die nicht von Indianern oder Kreolen, sondern hochgewachsenen, weißen Männern oder Frauen. Man könnte glauben, in eine gigantische Filmkulisse geraten zu sein. Die Frauen sind in bunte Kleider im Stil der Wende zum 20. Jahrhundert gehüllt, während die Männer Latzhose und Strohhut tragen. Dies ist der erste Willkommensgruß im Mennonitenland mitten in Bolivien.

Familie Jakob Hildebrandt gehört zur mehrere Tausend Menschen umfassenden Glaubensgemeinschaft der Mennoniten, die sich 150 Kilometer östlich von der Metropole Sant...


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