Keine Randerscheinung

Sozialwissenschaftler legten Studie zum Extremismuskonzept vor

  • Von Katja Herzberg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wer »Extremist« ist und wer nicht, entscheidet längst die Politik. Das Forum für kritische Rechtsextremismusforschung hinterfragt in »Ordnung. Macht. Extremismus« die Effekte des Extremismusmodells.

Die Debatte um »Extremismus« wird spätestens seit Einführung der Extremismusklausel als gesamtgesellschaftliche Diskussion geführt. Nun fragen sich vermehrt junge Wissenschaftler, was es eigentlich mit dem Extremismuskonzept auf sich hat und damit auch, ob der Begriff des Rechtsextremismus noch haltbar ist.

Menschen mit ausländerfeindlicher, antisemitischer, homophober und völkischer Gesinnung als »rechts, »rechtsextrem« oder gar »rechtsextremistisch« zu bezeichnen, ist umgangssprachlich und in journalistischen Texten gängige Praxis. In den Gesellschaftswissenschaften haben sich die Begriffe spätestens in den 70er Jahren durchgesetzt. Damals sorgte der Verfassungsschutz in seinen Jahresberichten für ihre Verbreitung, wie Holger Oppenhäuser erklärt. Daraus entwickelte sich Dank der Bemühungen von Uwe Backes und Eckhard Jesse sogar die Sparte der »Extremismusforschung«. Das zugrunde liegende Konzept besagt, dass sich die Gesellschaf...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.