Peinliche Medaille für Ackermann

Deutsche-Bank-Chef bekam Negativpreis für »undemokratische Lobbyarbeit«

Auf diese Auszeichnung ist keiner scharf: Die Organisation LobbyControl kürte am Mittwoch den Gewinner der von ihr ausgelobten »Lobbykratie-Medaille«. Der erste Platz ging an die Deutsche Bank und ihren Boss Josef Ackermann.

Musste durch ein Double ersetzt werden: Josef Ackermann mit Medaille.
Ortstermin in der Berliner Innenstadt. Hier am Prachtboulevard Unter den Linden befindet sich die Vertretung der Deutschen Bank. Aktivisten der Transparenzinitiative LobbyControl hatten sich am Mittwoch vor dem Gebäude eingefunden, um die »Lobbykratie-Medaille 2011« an den Chef der Bank, Josef Ackermann, zu verleihen. Die Medaille ist ein »Negativpreis für undemokratische Lobbyarbeit«, wie Vorstandsmitglied Ulrich Müller betonte. Die Preisjury bestand aus fast 5600 Bundesbürgern, die zuvor im Internet auf der Webseite von LobbyControl abgestimmt hatten. Neben der Deutschen Bank stand etwa auch der Energiekonzern RWE oder die Spielautomatenfirma Gauselmann zur Wahl. Doch mit 44 Prozent der abgegeben Stimmen machte der Schweizer Banker das Rennen. Allerdings blieb der Sieger der gestrigen Preisverleihung fern. An seiner statt bekam ein als Ackermann kostümierter Laiendarsteller die Medaille überreicht.Die Zurückhaltung des Bankenchefs ist verständlich, wurde vor Ort doch an seine wirkungsvolle Lobbyarbeit erinnert. Die Deutsche Bank habe durch »den privilegierten Zugang zu politischen Entscheidungsträgern günstige Konditionen bei der Griechenland-Rettung für den Bankensektor durchsetzen können«, so LobbyControl.

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