Frankfurter Allgemeine Verunsicherung

Kapitalismuskritische Texte im Hausblatt des Kapitals:

  • Von Tom Strohschneider
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Apokalyptisches Denken: ein Symptom in Krisenzeiten. Davon erzählt auch das Fresko »Ende der Menschheit« von Luca Signorelli (im Dom Santa Maria in Orvieto, Umbrien). Abgebildete Szene: »Die Verdammten«. Wer nicht mit untergehen will, kommt auf Gedanken, die vielleicht gestern noch obsolet waren. Frank Schirrmachers FAZ-Feuilleton hat Gespür, wie man in dunkelwolkigen Zeiten höchste Lust auf aufreizenden Lesestoff entwickeln kann. Das subversive Abenteuer FAZ? Linkes Denken? Aber links nicht in dem Sinne, in dem hierzulande schnell die Grenzen der eigenen Hinterhöfe gezogen werden.

Ist das bloß Lust an der Überraschung, die zur Provokation nur werden kann in diesem Umfeld? Oder einfach Einsicht, Umdenken, Erkenntnisfortschritt? Jedenfalls passiert da etwas im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen und ihrer Sonntagszeitung, und in »linken Kreisen« wird es mit Ahs und Ohs begleitet: Erst Frank Schirrmachers Text über Charles Moores Lob der Linken, die eben doch recht behalten hätten mit ihrer Kritik am Kapitalismus. Das war im August, ein paar Tage später erschien ein großer Text der Max-Planck-Soziologen Jens Beckert und Wolfgang Streeck, die warnen, »in der nächsten Stufe wird die Krise auf das soziale System übergreifen« und die Frage aufwerfen, »ob und mit welchen Mitteln die Wohlhabenden versuchen werden, ihre Position auch um den Preis einer massiven sozialen und politischen Krise zu verteidigen«.

Kurz darauf schrieb der in linken Kreisen hoch angesehene österreichische Ökonom Stephan Schulmeister, es ha...

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