Unter Marxisten

Bei der Jahrestagung der Zeitschrift »Historical Materialism« diskutierten Linke über eine revolutionäre Idee und ihren heutigen Sinn

  • Von Regina Stötzel, London
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Auch wenn man Karl Marx zu den Krisengewinnlern zählen darf - die beeindruckende Größe der kürzlich stattgefundenen Londoner Konferenz zu Historischem Materialismus dürfte diesem Umstand nicht geschuldet sein. Hier versammeln sich seit acht Jahren echte Marxisten.

Marx ohne Marxisten

»Wir schließen. Es wird dunkel.« Tatsächlich ist es um 15.45 Uhr noch taghell in London. Die resolute Dame lässt eigentlich niemanden mehr auf den Highgate Friedhof. Nur weil es sich um eine Journalistin aus dem Ausland handelt, die »etwas über Karl Marx schreiben« möchte, macht sie schließlich eine Ausnahme. Also gut, zehn Minuten. Drei Pfund (ca. 3,50 Euro) koste es dennoch, sagt sie mit bedauernder Miene.

Das steinerne, bärtige Haupt von Karl Marx thront auf einem Sockel in rund drei Meter Höhe. Auf einen winzigen Vorsprung in Kopfhöhe haben Besucher ein Bonbon, Ohrringe, einen winzigen Messing-Buddha und andere kleine, persönliche Gegenstände für den vor beinahe 130 Jahren Verstorbenen zurückgelassen, am Fuß des Sockels finden sich ein paar Blumensträuße.

Beinahe hätte man mehr Blumen erwartet, tummeln sich doch an diesem Wochenende mehrere Hundert Marxisten in der Stadt. Sie haben sich zur achten Jahreskonferenz der Zeitschr...

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