Heinrich Fink 10.12.2011 / Geschichte

Nelly Sachs

FRAUEN-GESCHICHTE(N)

Als ich vor 47 Jahren der im rettenden schwedischen Exil gebliebenen jüdischen Lyrikerin Nelly Sachs (Foto: dpa) erstmals gegenübersaß, hätte ich vehement bestritten, dass das im Gedenken zu ihrem 120. Geburtstag einhergehen könnte mit Medienmeldungen über jahrelange Mordanschläge von deutschen Neo-Nazis, die unerhört lässig von Polizei und Justiz verfolgt und eher vertuscht als aufgeklärt wurden. Nelly Sachs hat in ihrem letzten Lebensjahrzehnt immer wieder an der Grenze der Überlebenskraft ihre Hoffnung in Worte gefasst, dass alle Deutschen die Europa verheerende »Sternenverdunkelung« von zwölf Jahren faschistischer Herrschaft in einer bewussten Umkehr zu »mitmenschlichem Leben« sühnen würden.

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