Europäisches Bollwerk gegen Finanzmärkte

  • Von Gerhard Schick
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Gerhard Schick, 1972 geboren, ist Finanzexperte der Bundestagsfraktion der Grünen.

Im Herbst 2008 fanden die Staats- und Regierungschefs der wirtschaftlich wichtigsten Staaten unter dem Druck der Ereignisse zu einer Reihe von gemeinsamen Entscheidungen. Denn ihnen war klar geworden, dass sie nur gemeinsam die Finanzmärkte stabilisieren und die Weltwirtschaft vor einem noch schärferen Absturz in die Rezession bewahren konnten.

Drei Jahre später gibt es wieder an den Finanzmärkten eine Situation wie nach der Lehman-Pleite 2008. Wenn die Probleme in der Euro-Zone nicht gelöst werden, droht ein deutlicher Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität und ein Anstieg der Arbeitslosigkeit. Da Investoren unsicher über die weitere Entwicklung sind und nicht in europäische Staatsanleihen investieren wollen, sinkt die Nachfrage nach Staatsanleihen.

Aufgrund dieser sinkenden Nachfrage müssen Staaten daher immer höhere Zinsen zahlen. Italien etwa muss im nächsten Jahr Anleihen in Höhe von 370 Milliarden Euro refinanzieren. Bei ...


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