Krise und Demokratie

Europa muss die Botschaften der aktuellen Protestbewegung verstehen lernen

  • Von Fausto Bertinotti
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Europa steckt in der Krise. Die Rezepte, die Regierungen und europäische Institutionen zur Lösung der Probleme vorlegen, schließen die Betroffenen der Sparprogramme ebenso wie die Parlamente von Mitsprache und Mitentscheidung aus. Was sind die Ursachen der Entmachtung der Politik? Welche Perspektiven gibt es für ein soziales und demokratisches Europa? Wir bemühen uns in dieser Beilage um einige Antworten.

Puerta del Sol, Madrid, 15. Oktober: Protest gegen den »Pakt für den Euro«, der zulasten der Bevölkerung geht. In ganz Europa gingen an diesem Tag Zehntausende auf die Straße.

Die herrschenden Klassen Europas sehen sich heute einer doppelten Unsicherheit gegenüber: Unsicherheit hinsichtlich der Fähigkeit zur Regierung und Unsicherheit bei der Fähigkeit, aus der gegenwärtigen Krise herauszukommen. Was nun offen liegt, ist das gespannte Verhältnis zwischen Wirtschafts- und Sozialmodell auf der einen sowie der Demokratie auf der anderen Seite. Diese Beziehung ist an einem Punkt angelangt, an dem sich ein beunruhigendes Bild bietet.

Das war nicht immer so. Die Wirtschaftswissenschaftler haben die 30 Jahre nach dem Sieg über Nazideutschland die »Wirtschaftswunderjahre« genannt. Darüber lässt sich diskutieren. Fest steht, dass die nach dem Krieg verabschiedeten Verfassungen ein anderes, ein neues Demokratiekonzept aufgestellt haben. Es ging nicht länger nur um eine Demokratie der Bürgerrechte und Gewaltenteilung. Die Grundidee war, dass keine Demokratie herrscht, wenn nicht die Tendenz zur Gleichheit besteht. ...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 1179 Wörter (8390 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.