Marianne Walz 10.12.2011 /

Umbenennung für einen Tag

Die Frankfurter Begegnungsstätte Anne Frank setzt Zeichen für Demokratie und Menschenrechte

Die jüngst bekannt gewordene Neonazi-Mordserie in Deutschland sowie ein propagandistisch rechtsextrem agierender Hauseigentümer im Marbachweg, Frankfurt am Main, bewegten den Leiter und die Mitarbeiterinnen der Jugendbegegnungsstätte Anne Frank zu einer spektakulären Aktion: Der Marbachweg, einst die Adresse von Anne Franks Vater Otto und seiner Familie, wurde am 7. Dezember für einen Tag in »Otto-Frank-Weg« umbenannt.

Ein symbolisches Schild erinnerte an die Familie Frank.
Das Dornbuschviertel im Herzen von Frankfurt am Main war die Heimat des Mädchens Anne Frank, das später als Autorin eines der wohl am meisten berührenden Zeugnisse über den Holocaust weltbekannt wurde. Hier wuchs die 1929 geborene Kaufmannstochter auf, bevor der Vater Otto Heinrich Frank die Familie 1933 vor antisemitischen Anfeindungen zu schützen suchte und mit Frau und zwei Töchtern nach Amsterdam emigrierte.

Aufkleber mit Naziparolen

Der Überfall Nazideutschlands auf die Niederlande zwang die Flüchtigen ab 1942 ins Versteck. Nach Verrat und Verhaftung 1944 begann für Vater, Mutter und beide Schwestern Frank sowie weitere vier Versteckte ein Leidensweg bis ins Konzentrationslager. Allein Otto Frank (1889 bis 1980) überlebte. Nach Kriegsende machte er sich das gerettete Tagebuch seiner ermordeten Tochter Anne und die darin verkündete Botschaft zur Aufgabe.

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