Klassische Apartheidpolitik

Konferenz in Berlin beschäftigte sich mit der bedrückenden Situation der Roma in der EU

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Roma werden noch immer vielfach diskriminiert. Diese Form von Apartheid ist keine Ausnahme, sondern die Regel im Europa des 21. Jahrhunderts. Eine Konferenz in Berlin versucht eine internationale Bestandsaufnahme.

Die Konferenz fand im Berliner Abgeordnetenhaus statt.

Romafeindliche Demonstrationen in Tschechien, eine Mordserie an Roma in Ungarn, illegale Massenabschiebungen von Roma aus Frankreich. Man macht es den Angehörigen der mit 12 Millionen Personen größten europäischen Minderheit wahrlich schwer. Grund genug für die Fraktionen der LINKEN in EU-Parlament, Bundestag, Berliner Abgeordnetenhaus und die Rosa-Luxemburg-Stiftung zur Konferenz zu laden. »Willkommen zu Hause?« - diese offensichtlich rhetorische Frage hatte man als Titel gewählt, um am Samstag, dem »Tag der Menschenrechte«, die Situation der Roma in der EU zu beleuchten.

»In weiten Bereichen gilt das Prinzip der klassischen Apartheidpolitik«, konstatierte die EU-Parlamentarierin Cornelia Ernst (LINKE) in ihrer Eröffnungsrede. Der Zugang zu Arbeit, Bildung, medizinischer Versorgung und angemessenem Wohnraum ist für Roma in ganz Europa mit wesentlich größeren Hürden verb...


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