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»Potenziell gasführende Schicht«

Geologe: Salzstock Gorleben dürfte nicht mal in die engere Auswahl

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

AKW-Gegner sehen sich bestätigt: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es der Salzstock in Gorleben bei einem ergebnisoffenen Standortvergleich nicht einmal in die engere Auswahl schaffen würde. Die vom Verein »Rechtshilfe Gorleben« in Auftrag gegebene Untersuchung des Geologen Ulrich Kleemann wird heute im Wendland vorgestellt.

Kleemann verantwortete bis zum April 2010 beim Bundesamt für Strahlenschutz als Abteilungsleiter den Bereich Endlager. Er kommt nun zu dem Ergebnis, dass der Gorlebener Salzstock in einer aktiven Störungszone liegt. Sie sei schon vor rund 400 Millionen Jahren als bedeutende Naht angelegt und im Laufe der Erdgeschichte immer wieder reaktiviert worden. Nimmt man die 2002 vom Arbeitskreis Endlager festgelegten Mindestkriterien zur Grundlage, schließt allein das ein Endlager in Gorleben aus.

Unter dem Salzstock hat Kleemann zudem »potenziell gasführende Schichten« ausgemacht. Etwa 15 Kilometer in südwestlicher Verlängerung des Salzstocks befand sich in der Altmark bei Salzwedel die größte Erdgaslagerstätte der DDR. Bei Lenzen am östlichen Elbufer ereignete sich 1969 in rund 3500 Metern Tiefe eine schwere Gasexplosion, bei der auch Arbeiter starben.

Kleemann zitiert eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2004. Danach haben Bohrungen erg...


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