Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Geschichte eines Parasiten

»Der talentierte Mr. Ripley« in der Berliner Schaubühne

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Wer hätte gedacht, dass aus einem verstaubten Kriminalroman ein so frisches schauspielerisches Kabinettstückchen erwachsen könnte? Außer Jan-Christoph Gockel zunächst wohl niemand. Aber obwohl der Regisseur auch bei dieser Inszenierung an einer Vorliebe für Interieur aus den 50er Jahren festhält und Patricia Highsmiths Vorlage in groben Zügen folgt, entsteht ein sehr heutiger und ausgesprochen intensiver Abend.

Dies ist vor allem das Verdienst von David Ruland. Der mittelgroße und trotz jungen Jahren schon etwas beleibte Mime geht in der Rolle des Durchschnittsmenschen und (vermeintlichen) Komplettversagers Tom Ripley regelrecht auf. Erst zieht er im grauen Anzug das Publikum verschwörerisch in seine Mittelmäßigkeit hinein. Er verweist auf sein nichtssagendes Antlitz, erzählt von gescheiterten Ausbruchsversuchen aus einem vorgezeichnet scheinenden Leben. Als Schauspielschüler winkte ihm kein Glück, als Bananenfrachterleichtmatrose eb...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.