Hans-Gerd Öfinger 15.12.2011 / Inland

Schwierigkeiten mit der Geschichte

Empörung über Bad Kreuznacher CDU-Politiker

Mit einer abfälligen Bemerkung über die Benennung einer Straße nach einer Antifaschistin löste ein CDU-Abgeordneter in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) einen Sturm der Entrüstung aus. Seine Partei jedoch schweigt zu der Entgleisung.

66 Jahre nach der Befreiung vom Hitlerfaschismus tun sich manche konservative Kommunalpolitiker in der südwestdeutschen Provinz immer noch schwer mit einer Aufarbeitung der Geschichte und der Würdigung von Gegnern des Naziregimes. So löste im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach das CDU-Stadtratsmitglied Bernd Kossmann mit einer abfälligen Bemerkung über die Benennung einer Straße nach einer Antifaschistin einen Sturm der Entrüstung aus.

Nachhilfe für Kossmann

Die Diskussion füllt seit Tagen die Leserbriefspalten der Lokalpresse. Auslöser der Debatte war der Plan der örtlichen Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen, Straßen in einem Neubaugebiet nach Söhnen und Töchtern der Stadt und Personen der Lokalgeschichte zu benennen. Dabei besann sich die Kulturdezernentin Andrea Manz (Grüne) auch auf den Namen Hildegard Schäfer. Die 1995 verstorbene Nazi-Gegnerin wurde 1940 von der Gestapo verhaftet, später in das Konzentrationslager Ra...

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