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Christkinds liebste Würze

Seit rund 5000 Jahren kennt man Zimt - einst wurden Kriege darum geführt

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Weihnachtszeit ohne Zimtsterne und Zimtwaffeln - das wäre wie eine Suppe ohne Salz. Früher war das beliebte Glühwein- und Lebkuchen-Gewürz eines der teuersten. Der Augsburger Kaufmann Anton Fugger verbrannte es sogar einmal vor den Augen des Kaisers, um diesen zu beeindrucken. Auch medizinisch ist Zimt ein Thema.

Meine Bank, mein Segelschiff, mein Zimt - so hätte der Augsburger Kaufmann und Geldverleiher Anton Fugger (1493-1560) in das Duell zweier Prahlhänse aus dem Werbefernsehen (»Mein Haus, mein Auto, mein Boot«) einstimmen können. Bloß lief die TV-Reklame fast ein halbes Jahrtausend, nachdem der mächtige Händler vor den Augen Karls V. seinen Reichtum eindrucksvoll vorführte: Er verbrannte die Schuldscheine des bei ihm tief in der Kreide stehenden Kaisers in einem prasselnden Kaminfeuer aus Zimtstangen.

Eine ungeheuerliche Tat. Denn im Europa jener Zeit galt Zimt als eines der kostbarsten Gewürze überhaupt. Seit rund 5000 Jahren, zunächst offenbar in China, verfeinert es Speisen und hilft bei Magenschmerzen, Mundgeruch oder Blähungen.

Auch Handel wird damit schon lange getrieben. Arabische und phönizische Kaufleute boten zur Zeit der Pharaonen die aromatische Rinde in Ägypten zum Verkauf. Im heutigen Israel war Zimt schon vor fast...


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