Was folgt den Aufständen?

Der Publizist Bernhard Schmid über die revolutionären Prozesse in Nordafrika

Bernhard Schmid, geboren 1971, lebt seit fünfzehn Jahren in Paris, wo er als promovierter Jurist bei einer antirassistischen Organisation arbeitet. Dazu ist er freier Journalist für mehrere deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften, sowie Autor mehrerer Bücher über europäische neofaschistische Bewegungen und zu arabischen, beziehungsweise afrikanischen Ländern. Im Oktober erschien sein jüngstes Buch »Die arabische Revolution? Soziale Elemente und Jugendprotest in den nordafrikanischen Revolten« (Edition Assemblage, brosch., 118 S., 12,80 €). Darin beleuchtet Schmid die Subjekte der Bewegungen, die Antworten der Regimes, die Rolle der mächtigen Staaten Europas und Amerikas - und die emanzipatorischen Potenziale der Revolten.

nd: Ihr aktuelles Buch heißt: »Die arabische Revolution?« Warum das Fragezeichen?
Schmid: Es soll anzeigen, dass es um einen offenen Prozess geht. Es gibt eine demokratische Revolution, die aber starke soziale Aspekte hat: Die Leute wollen nicht nur eine andere Regierung, sondern ein anderes Leben.

Eine wichtige Formulierung in Ihrem Buch ist: Die Diktaturen Nordafrikas wurden »enthauptet«. Was bedeutet das?
Das bedeutet, dass der Kopf weg, der Rumpf aber zum Teil noch da ist. Von »Enthauptung« spreche ich in Bezug auf Tunesien und Ägypten, weil in beiden Ländern die langjährigen Präsidenten zum Rücktritt gezwungen wurden. Die jeweiligen Staatsparteien wurden dann auch verboten. Übrigens wurden sie erst nach den Umstürzen aus der Sozialistischen Internationale ausgeschlossen, dem Zusammenschluss der sozialdemokratischen Parteien. Die Regime wurden aber nicht an Rumpf und Gliedern zerstört. Der Sockel des tunesischen Regimes waren Poli...

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