Ralf Hutter und Edurne Bagué, Barcelona 21.12.2011 / Ausland

Mit dem Hakenkreuz auf die Straße

Nazi-Symbole und Holocaustleugnung sind erlaubt, Diskriminierungsdelikte werden nicht erfasst - übertreibt es Spanien mit der Meinungsfreiheit?

In Spanien gibt es nicht nur Neonazi-Gewalt auf den Straßen, sondern auch intellektuelle Kreise, die das dazugehörige Gedankengut verbreiten. Wie weit die Meinungsfreiheit geht, wird vor höchsten Gerichten ausgefochten.

Die zentral in Barcelona gelegene Bücherei Europa bietet nicht viele thematische Regale, die sich auch in anderen Buchläden finden. Das für Philosophie vielleicht, wo neben Erasmus, Hermann Hesse und José Ortega y Gasset ein Yoga-Buch steht. Oder das Kinderregal mit den Tim-und-Struppi-Heften. Vermutlich auch die Sektion Selbsthilfe mit esoterischen Ratgebern. Kategorien wie »Memoiren und Biografien« und »Spanische Geschichte und Bürgerkrieg« gibt es wohl in den meisten spanischen Buchläden - doch dürften die darunter platzierten Werke dort stark abweichen.

»Schauen Sie da mal vorbei«, hatte Miguel Ángel Aguilar gesagt. »Sie passen da rein, blond und blauäugig.« Tatsächlich - andere Läden zeigen sicherlich auch weniger blonde Menschen auf Buch- und CD-Titeln. Das Aufhebens, das in der Bücherei Europa um gewisse Bleichgesichter gemacht wird, ist außergewöhnlich: »Deutscher Akt. Nackte Körperfreude 1920-1945«; »Die großen germanischen...

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