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Als Thüringen rot war

Kommunisten und Sozialdemokraten in einer Koalition - ein Sonderweg?

  • Von Manfred Weißbecker
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Wilhelm Pieck spricht in Gotha zur Vereinigung von KPD und SPD, 7. 4. 1946

In mehrfacher Hinsicht handelt es sich um ein außerordentlich beachtenswertes Buch, steht es doch in auffallendem Kontrast zu offiziös geprägter Geschichtsliteratur. In dieser dominieren bekanntlich Werke, die das (gewiss sehr komplizierte) Gegen- und teilweise Miteinander von Sozialdemokraten und Kommunisten allein dogmatisierenden Formeln unterwerfen: Da geht die Rede von der »Zwangsvereinigung«, von der SED als »abgeleitetem Projekt der sowjetischen Besatzungsmacht« oder von der DDR als einem System, das nicht in der Tradition der sozialistischen Arbeiterbewegung gestanden habe oder gar in einen Topf mit dem deutschen Faschismus zu schmeißen sei.

Bereits 2003, als die thüringische Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Tagung zum Thema »Rot-rote Gespenster in Thüringen. Demokratisch-sozialistische Reformpolitik einst und heute« durchführte, berührte der Historiker Steffen Kachel - er zählt zu den jüngeren in seiner Zunft - historische un...


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