Oliver Matz und Dismary Hernandez 28.12.2011 /

»In diesen Zeiten regiert das Verbrechen«

In Caracas steigt die Zahl der Überfälle - Die Täter werden immer jünger

Venezuelas Millionenmetropole Caracas zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt. Die Zahl der Entführungen nimmt erheblich zu. Waren früher vor allem Reiche zu Opfern geworden, sind heute in wachsendem Maße Angehörige der Mittel- und Arbeiterschicht betroffen. Dabei werden die Täter immer jünger und skrupelloser.

Auch Zäune schützen nicht vor Entführungen und Überfällen im Alltag.

Es war der 23. Oktober 2011. Das Fotomodell Luis Bisbal war gegen 23.30 Uhr mit seinem Volkswagen im Stadtteil Altamira unterwegs. Plötzlich schob sich je ein Fahrzeug vor und hinter ihn. Als Bisbal auf die Hauptstraße Cota Mil gelangte, begann das vor ihm fahrende Auto seine Geschwindigkeit zu drosseln. Zugleich verhinderten die beiden Fahrzeuge ein Ausscheren Bisbals aus seiner Spur. Schließlich wurde der Mann zum Halten gezwungen. Aus den beiden Wagen stiegen acht Jugendliche, alle bewaffnet mit Pistolen. Einer der Minderjährigen stellte sich vor: »Ich bin der Schrecken von Caricuao und bin mit meinen Leuten unterwegs, um ihnen beizubringen, wie man auf der Straße überlebt. Heute Nacht habe ich bereits drei Menschen umgebracht.«

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