Marcus Meier 30.12.2011 / Inland

Dortmund will nicht braun bleiben

Beratungsstelle für Opfer von Nazigewalt eröffnet

In der Nazihochburg Dortmund hat die erste nordrhein-westfälische Beratungsstelle für die Opfer rechtsextremer Gewalt eröffnet. Deren Mitarbeiter können sich über einen Mangel an Arbeit nicht beklagen. Dabei hatte das SPD-geführte Innenministerium noch vor einem Jahr verkündet, solche Beratungsstellen seien nicht nötig »angesichts des breiten Hilfsangebotes«.

Kurz vor Weihnachten erwischte es selbst den Oberbürgermeister: Ullrich Sierau (SPD) erhielt Besuch von »Nationalen Weihnachtsmännern«, die Sieraus Privathaus aufsuchten und seiner Frau eine Art Geschenkpaket überreichten - mit Forderungen an das Stadtoberhaupt und einer kaum verhohlenen Drohung: »Wir vergessen niemanden«. »Zum Inhalt des Paketes äußern wir uns nicht«, hieß es gestern kryptisch in der Pressestelle der Stadt. Die Täter sind bisher unbekannt, die Polizei wurde eingeschaltet, die Ermittlungen laufen.

Sierau (»Dortmund ist keine Nazihochburg sondern eine Hochburg des Widerstandes gegen Nazis«) ist zwar der bisher der prominenteste, aber gewiss nicht einzige Dortmunder Bürger, der von der in Dortmund besonders gewaltbereiten Naziszene bedroht wird. Mehrere Morde gingen in den letzten Jahren auf das Konto brauner Gewalttäter - meist wurden die Taten in der polizeilichen Kriminalitätsstatistik nicht einmal als »rechtsextre...

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