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Mel Zelaya ein Leisetreter?

Gestürzter Honduras-Präsident will wieder an die Macht, doch seine Unterstützer sind nicht einig

Fast zwei Jahre nach seinem Sturz durch einen Putsch kehrte der ehemalige honduranische Präsident José Manuel (Mel) Zelaya im Mai 2011 in seine Heimat zurück. Auf Vermittlung der Präsidenten Kolumbiens und Venezuelas hatte Zelaya mit der gegenwärtigen honduranischen Regierung einen Kompromiss geschlossen - das Abkommen von Cartagena. Danach soll die Widerstandsbewegung gegen den Putsch (Frente Nacional de Resistencia Popular - FNRP) als politische Partei an künftigen Wahlen teilnehmen können. Zelaya gründete daraufhin die Partei Freiheit und Wiederversöhnung (LIBRE), als deren Präsidentschaftskandidatin im Jahre 2013 Zelayas Frau, Xiomara Castro, antreten soll. Doch in der breit gefächerten Bewegung ist dies umstritten. Mit der FNRP-Aktivistin Betty Matamoros sprach für »nd« Kathrin Zeiske.

nd: Bewerten Sie das Abkommen von Cartagena als Erfolg für die Widerstandsbewegung gegen den Putsch in Honduras?
Mel Zelaya hat das Abkommen unterschrieben, um seine Rückkehr in die Wege zu leiten. Er hatte jedoch mit der Bewegung weder Rücksprache gehalten noch sie in die Entscheidung einbezogen. Das hat die FNRP durchgeschüttelt, denn das Abkommen betraf immerhin ihre eigene Zukunft, darunter die Integration in das Parteiensystem. Viele Gruppen in der Bewegung haben sich gegen eine Parteigründung ausgesprochen. In 12 von 18 Bundesstaaten hat die FNRP eine Parteigründung abgelehnt. Im Gegensatz dazu sprach sich die gewählte Führungsriege für die neue Partei aus und stellte sich hinter Zelaya.

Warum kritisieren Basisorganisationen die Parteigründung?
Die FNRP soll die sozialen Bewegungen in ihren Kämpfen unterstützen und sie vereinen, das ist ihre Hauptaufgabe. Die Vorbereitung auf Wahlen wird jedoch viel politische Energie verpuffen ...


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