Thomas Berger 02.01.2012 / Politik

Nigeria ging mit Gewalt ins neue Jahr

Mehr als 50 Tote bei einem Landkonflikt / Ausnahmezustand in Unruheregionen

Für Nigerias Präsidenten Goodluck Jonathan und seine Regierung war es kein ruhiger Jahreswechsel. Nicht genug damit, dass sich der Konflikt mit der islamistischen Sekte Boko Haram zuspitzt, kam es am Silvestertag auch noch zu einem Streit um Land, der mehr als 50 Menschenleben kostete.

Nigeria ist nicht nur Afrikas bevölkerungsreichster Staat, sondern auch die Heimat sehr vieler unterschiedlicher Völker. Mindestens 120 ethnische Gruppen gibt es, die längst nicht immer reibungsfrei zusammenleben. Doch der Streit um Landbesitz, der 2008 zwischen Ezza und Ezillo im Bundesstaat Ebonyi ausgebrochen war, schien eigentlich beigelegt. Deshalb überraschte der jüngste Ausbruch: Mehr als 50 Menschen blieben tot zurück, als nach Angaben eines Regierungssprechers eine Ezza-Gruppe die benachbarte Gemeinde Ezillo überfiel. Bereitschaftspolizisten wurden in Marsch gesetzt, um weitere Zusammenstöße zu verhindern, Gouverneur und Polizeichef von Ebonyi begaben sich an den Schauplatz des Massakers.

Für Präsident Jonathan ist das ein Problemfall mehr in der Reihe von Konflikten, die er und seine Regierung nicht beherrschen. Da ist die noch immer ausufernde Korruption, an deren effektiver Bekämpfung bisher noch jeder Staatschef geschei...

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