An der Schraube gedreht

»Chinese zum Mitnehmen« von Sebastián Borensztein

  • Von Caroline M. Buck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Was tun, wenn einem ein Chinese vor die Füße fällt? Oder die Verlobte von einer Kuh erschlagen wird? Wenn die Schwester des Zeitungshändlers vom Kiosk an der Ecke einem schöne Augen macht, nur weil man einmal - einmal! - schwach wurde, Jahre ist's nun her, und eine Nacht mit ihr verbrachte? So tun als wäre nichts, sich höflich rausreden, was die Zeitungshändlerschwester angeht. Oder, wo höfliche Ausflüchte nicht mehr helfen, das Picknick am Flughafenzaun abbrechen, den Chinesen in den Wagen packen und ihn zu der Adresse fahren, die er auf dem Vorderarm eintätowiert trägt. Die Heimat verlassen, den Kontinent wechseln, zu den Antipoden ziehen, den Onkel suchen im Fall des Chinesen, dessen Verlobte gleich zu Filmbeginn die nähere Begegnung mit der Kuh hatte.

In Argentinien war »Chinese zum Mitnehmen« ein Riesenerfolg. Was zu Teilen an Ricardo Darín liegt, dem Star, der den Mann spielt, der lieber nicht von der Schwester seines Zeitung...


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