Mordthese lässt Sicherungen durchbrennen

Polizeiaggression bei Trauerdemonstration zum siebenten Todestag von Oury Jalloh - auch Organisator schwer verletzt

  • Von Hendrik Lasch, Dessau
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

In Dessau wurde am Wochenende an den siebenten Todestag von Oury Jalloh erinnert. Bei einer Demonstration von Flüchtlingsgruppen sorgte die Polizei für eine unnötige Eskalation.

Break the silence – Brecht das Schweigen

Schon Kreideparolen reichten zum Einschreiten. Zwei Frauen versahen am Samstagmittag den Boden am Dessauer Bahnhofseingang mit Slogans. Vor dem Portal sammelten sich die Teilnehmer einer Demonstration, mit der an den Tod von Oury Jalloh vor sieben Jahren erinnert werden sollte. Der 21-Jährige aus Sierra Leone starb bei einem Feuer in einer Gewahrsamszelle der Polizei in Dessau. Die Umstände sind bis heute nicht geklärt; in Migrantenkreisen hält sich hartnäckig eine Überzeugung, die von den beiden Frauen aufgeschrieben wurde: »Oury Jalloh - das war Mord!« Der Text war noch nicht fertig geschrieben, da stürzten sich bereits Polizisten auf sie.

Der Vorfall setzte den Ton für den weiteren Nachmittag und eine Veranstaltung, die von ungewohnt gereizten Polizisten immer wieder behindert, angegriffen und bedrängt wurde. Anlass bot die Mordthese. Die ist alles andere als neu. Sie wird seit Jahren bei Demos in Dessau und anderswo skandiert; s...

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