Canossagang zum IWF

Die ungarische Strategie des neoliberalen Wirtschaftsnationalismus ist gescheitert

  • Von Tomasz Konicz
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am kommenden Mittwoch reisen Regierungsvertreter aus Ungarn zu informellen Gesprächen mit dem IWF nach Washington. Wegen der Finanzkrise benötigt das Land dringend ein erneutes Kreditprogramm.

Abermals hat eine Bonitätsabwertung die ungarische Schuldenkrise verschärft. Am Freitag war es die Ratingagentur Fitch, welche die Kreditwürdigkeit des zehn Millionen Einwohner zählenden EU-Staates auf Ramschniveau abgesenkt hat. Infolge dessen blieb der Kurs der schwindsüchtige Währung unter Druck, der einen historischen Tiefstand gegenüber dem Euro verzeichnete. Der Forint hat binnen eines halben Jahres rund 20 Prozent verloren.

Diese anhaltende Talfahrt führt zu einer Zuspitzung der Finanzkrise, da rund die Hälfte der Schulden Ungarns in ausländischen Währungen aufgenommen wurde. Tatsächlich verzeichnete die Staatsschuld einen rasanten Anstieg von 76,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal 2011 auf 82,6 Prozent am Ende des dritten Vierteljahrs. Schreitet der Währungsverfall weiter voran, dürfte Ungarns Schuldenstand bald den Umfang der jährlichen Wirtschaftsleistung überschreiten. Angesichts dieser dramatisc...

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